Eine neue Generation von Ärzten klärt frühzeitig ihr Verhältnis zur Homöopathie:
https://twitter.com/bvmd_like/status/1268134655506690053
Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd), ein Zusammenschluss der 39 Fachschaften an medizinischen Hochschulen und Universitäten in Deutschland, hat heute ihre offizielle Position zu dem Thema vorgelegt.
In dem Positionspapier heißt es:
Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland stellt die fehlende Evidenz für die Wirksamkeit homöopathischer Behandlungen und Arzneimittel fest. Sie sieht deswegen den bestehenden Umgang mit der Homöopathie in der Arzneimittelzulassung, medizinischen Versorgung, Öffentlichkeit und der medizinischen Lehre kritisch.
Die bvmd fordert, dass die Sonderstellung der homöopathischen Arzneimittel im Arzneimittelgesetz genauso wie die Apothekenpflicht durch den Gesetzgeber aufgehoben werden und die Homöopathie aus dem Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen wird.
Weiterhin sollte im Rahmen der ärztlichen Aus- und Weiterbildung eine kritische Auseinandersetzung auf wissenschaftlicher Grundlage mit der Thematik erfolgen. Außerdem fordert die bvmd, dass Homöopathie und Naturheilkunde in Werbung und medialer Darstellung klar voneinander abgegrenzt werden.
https://twitter.com/NatalieGrams/status/1268151037245956102
Dem schließen wir uns an.
Zum Weiterlesen:
- Allgemeinwissen: „Keine Wirkung über den Placeboeffekt hinaus“, GWUP-Blog am 2. Juni 2020
- Homöopathie und die Cholera in Wien 1831/32, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 24. Mai 2020
- Die Abtrünnige: Von der Homöopathin zur Kritikerin, profil am 13. Mai 2020