Das Siebte Flugblatt
DIE IDEEN DES MERZ: DIE ANTWORT IST
NEIN.
In seiner heutigen Pressekonferenz zur Erklärung seiner Kandidatur für den CDU-Vorsitz, signalisierte Friedrich Merz völlig unverhohlen an die "Werteunion" und die Freunde von der AFD, indem er problematische neurechte Narrative ungefiltert übernahm:
https://www.youtube.com/watch?v=xVIAkjSoRSk
Hat er das wirklich so gesagt?
"Ja, das hat er." so Lenz Jacobsen in der ZEIT "Und angesichts der Umstände, der präzisen Frage und der präzisen Antwort, deutet auch nichts darauf hin, dass es sich hier um eines jener Missverständnisse handelt, um einen jener Sprüche, der im Nachhinein aus dem Kontext gerissen und aufgebauscht wird. Nein, der Kontext ist klar, der Fall eindeutig.
Friedrich Merz glaubt, dass man den Rechtsradikalismus am besten bekämpft, indem man ihm nachgibt. Dass man härter gegen die ausländischen Clans, gegen die Ausländer an der Grenze und in den Problemvierteln vorgehen muss, dass, kurz gesagt, mehr Härte gegen missliebige Ausländer das beste Mittel gegen Rechtsradikalismus ist."
ZITAT ENDE.
Merzens Entgleisung ist der typische strukturelle Rassismus eines maßlos arroganten, rechtskonservativen Weißen, der die uralte Lüge bedient, nach der selektive gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit von den schwarzen Schafen jener Gruppen provoziert wird, die sie trifft, und so die grundgute weiße Mehrheitsgesellschaft nachgerade gegen deren Willen unter quasi vorgehaltener Waffe zur Übernahme von Ressentiments zwingt.
Sie ist die Entgleisung eines Mannes, dessen Lernkurve nach Hanau, Halle, Lübcke und NSU, offensichtlich noch immer eine selbstgefälliger Strich ist.
Wer sich im Jahre 2020 öffentlich noch immer so äußert, auch wenn er es mit wohlfeilen Lippenbekenntnissen gegen rechts verknüpft,muss sich als politischer Brunnenvergifter bezeichnen lassen.
Wehe der Gesellschaft die jemandem, der so denkt, in einer Zeit wie dieser, auch nur einen Millimeter Macht zubilligt.